Störche und Hunde wie soll das gehen ?

Letztes Jahr Juni 2016 zogen bei uns Störche ein. Ein liebenswertes Paar was sich als Nistplatz einen Baum in einem Hundegehege gewählt hatte, Täglich schleppten sie mühsam Äste und Gestrüpp herbei, doch leider war der Baum nicht gerade geeignet und wir machten uns Gedanken. Der Baum hatte oben nur drei mittelstarke Äste und war zudem auch nur 5 m von dem Eßzimmerfenster der Ferienwohnung entfernt. Wir beobachteten den mühsamen Nistbau und sahen das eigentlich nur jeder vierte Ast oben blieb, der Rest fiel immer wieder runter in das Gehege. Die Hunde hatten sich schnell an die Störche gewöhnt und fanden es auch toll das sie immer wieder neue Stöcke zum Spielen bekamen, doch wir hatten uns kundig gemacht und wußten das so ein Nest bis 2 Tonnen schwer werden kann (über die Jahre) und suchten nun Hilfe. Ich möchte mich jetzt nicht all zu negativ äußern, doch irgendwie hatte ich mehr erwartet. Wir riefen diverse Behörden und Organisationen an, die das Wort „Storch“ in ihrer Tätigkeitbeschreibung hatten. Das Ergebniss dieser Telefonate war sehr schlicht. Man teilte uns mit, dass es in unserer Region erstens: keine Baumnister mehr gibt, zweitens: dass das  wahrscheinlich Jungstörche sind, die üben würden und bestimmt nicht wieder kommen, drittens: in der Nähe bereits ein anderes Storchennest existiert und durch das Revierverhalten nicht gehen würde. Immerhin kam ein ehrenamtlich tätiger Storchenbeauftragter raus und las die Ringe ab, teilte mir dann mit, sobald er weiß woher die Störche sind, bekomme ich Bescheid. Wir warten auf das Ergebnis immer noch.

Unser Bauchgefühl sagte uns, dass unsere Störche es aber ernst  mit Ihrer Wohnungssuche meinten und so machten wir uns per Internet schlau und fanden Bauanleitungen für sogenannte Nisthilfen. Wir hatten beobachtet das unsere neuen Mitbewohner häufig den alten Mast hinten zur Zwischenlandung nutzten und überlegten dort eine Nisthilfe aufzubauen. Andreas kletterte nun hoch und nahm an dem Mast die Maße ab. Auch wenn ich keine Höhenangst habe finde ich es schon eine sehr wackelige Angelegenheit.  Unter unseren Freunden kannten wir jemanden der sehr gut schweißen kann und dieser fertigte uns nun die Nisthilfe nach den Maßen an. Sie wurde noch verzinkt und nun konnte es los gehen. März 2017 wurde ein Hubwagen geliehen und zu zweit die Nisthilfe nach oben gebracht, ein paar kg hatte diese nun. Und es passte perfekt. Die Störche kamen dann im April aber sie saßen zuerst wieder in ihrem Baum. Oh Mann, alles umsonst gewesen ? Durch Zufall begegnete ich einem Storchenbeauftragten aus Thüringen, der wie wir auch Huskys hat, dem ich die Geschichte erzählte. Er sagte mir, dass es ganz wichtig ist das man oben drauf etwas Holz Gestrüpp etc packt,  so wurde gleich etwas Gestrüpp hochgebracht. Diese Arbeit wurde belohnt. Bereits am folgenden Tag begannen die Störche dort ihr neues Nest zu bauen. Das unter dem Nest der zweite Eingang zum Gästehaus liegt stört uns nicht, gibt es doch zwei Eingänge. Das  die Storchenbeauftragten aus unserem Landkreis die Ringe nicht auslesen können (weil es ja mitten auf unserem Grundstück ist, stört uns auch nicht, wir schicken ihnen einfach Bilder 🙂 Vom Schlafzimmer des Gästehauses und von der Ferienwohnung dem vorderen Spielraum hat man nun einen wunderbaren Ausblick auf zwei stolze Störche. Ob sie nun dieses Jahr schon Nachwuchs bekommen wissen wir nicht, aber in unserem Teich wächst gerade das Futter dazu heran.. Bei:  Über Uns/unsere Tierwelt finden sie mehr Bilder  https://awa.dog/ueber-uns/unsere-tierwelt/